| Hanna
Flanders (Hannelore Elsner) lebt in ihrer schicken Münchner Wohnung
vom Nachruhm einer Karriere als Schriftstellerin. Ihre große Zeit
ist längst vorbei, jetzt, im Herbst 1989. Es gelingt ihr immer seltener,
die Krise ihres Lebens mit Make-up und Medikamenten zuzudecken. Auch der
Einkauf in einer Nobelboutique bringt nicht mehr den rechten Kick. "Es
macht mich krank, wie sich die Einheitsmenschen hier breit machen", sagt
Hanna Flanders der Journalistin Meret (Jasmin Tabatabai), die sie zu ihrer
Einschätzung des Mauerfalls befragt. Was Millionen Deutsche freut,
bedeutet für die linke Schriftstellerin das Ende eines Ideals. Die
Realität hat die Illusion eingeholt. Um doch noch für sich etwas
aus der veränderten politischen Lage zu machen, beschließt Hanna,
von München nach Berlin überzusiedeln. Sie hofft, bei Freunden
aus der (jetzt ehemaligen) DDR unterzukommen. Diese Hoffnung heißt
in erster Linie Joachim Rau (Michael Gwisdek), ihr Ost-Berliner Verleger.
In der ihr eigenen Monomanie hat Hanna Flanders den Umzug völlig überstürzt in die Wege geleitet. Ihr gelingt es nicht einmal, Joachim über ihre Pläne zu informieren. Trotzdem löst Hanna ihre Münchner Wohnung auf und reist nach Berlin. |
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Sie besucht zunächst ihren Sohn Viktor (Lars Rudolph). Es wird eine peinliche Begegnung. Die Mutter ist unerwünscht. Hanna zieht ins Hotel. Die Nacht verbringt sie mit einer Bar-Bekanntschaft (Faroque Khan). Am nächsten Morgen fährt sie nach Ost-Berlin in den Verlag. Hier findet gerade eine aufgekratzte Wiedervereinigungsparty statt. Der von ihrem Besuch völlig überraschte Joachim hat wenig Neigung, seine frühere Beziehung zu Hanna wieder aufleben zu lassen. Er macht ihr unmißverständlich klar, daß sie auf keinen Fall bei ihm einziehen kann. Die Zeiten haben sich geändert. Als dann auch noch Hannas ehemaliger West-Verleger auftaucht, geht sie - ohne zu wissen wohin. Auf dem Flur trifft sie die Lektorin Grete (Nina Petri). Hanna erzählt ihr, daß sie im Moment ohne Wohnung ist. Grete vermittelt ihr eine Verlagswohnung am äußersten Stadtrand von Ost-Berlin. Sie befindet sich in einem trostlosen Zustand. Hanna flieht am Abend in eine überfüllte Eckkneipe. Hier erkennt sie Dieter (Bernd Stempel), von Beruf Lehrer, als die bekannte Schriftstellerin Hanna Flanders. Aber Dieter ist betrunken; erst wird er handgreiflich und dann ausfallend. Andere Gäste versuchen die verstörte Hanna zu trösten. |
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Nach einer durchwachten Nacht begegnet Hanna auf der Straße Carmen (Claudia Geisler), die am Abend ebenfalls in der Kneipe war. Sie nimmt Hanna mit nach Hause, wo diese zum erstenmal ostdeutsche Lebenswirklichkeit kennenlernt. Das sind die Menschen, die glücklich sind, den Sozialismus hinter sich haben. Hanna hält es in dieser Umgebung nicht lange aus. Sie tritt die Rückreise nach München an. In Nürnberg macht sie bei ihren großbürgerlichen Eltern (Helga Göring und Charles Regnier) Station. Bei ihnen, die sie immer abgelehnt hat, findet Hanna keine Ruhe. Obwohl sie sich mit ihrem Berlin-Abenteuer finanziell ruiniert hat, fehlt Hanna die Kraft, sich insbesondere bei ihrer Mutter die dringend benötigte materielle Unterstützung durch einen Kniefall zu erkaufen. Ohne die entsprechende Diskussion zu Ende zu führen, verläßt Hanna das Haus. |
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| Auf
dem Bahnhof trifft sie zufällig auf ihren ihren Ex-Mann Bruno (Vadim
Glowna). Auf der Suche nach einem Stück Geborgenheit und Liebe begleitet
sie ihn und verbringt die Nacht mit ihm. Aber auch in dieser Beziehung
lassen sich die Gräben der Vergangenheit nicht überwinden. Eine
weitere schmerzliche Erfahrung für Hanna, die ihr die Hoffnungslosigkeit
ihrer Situation drastisch vor Augen führt.
Nach München zurückgekehrt, hat die seelisch und körperlich endgültig gebrochene Hanna keine Kraft mehr für einen neuen Anfang. Aus ihrer Einsamkeit und ihren Ängsten gibt es nur einen Ausweg... |
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